Neben Gesundheit, Bildung und Arbeit sei der energetische Umbau Deutschlands derzeit das beherrschende Thema auch für die SPD. Benötigt würden pragmatische Lösungen, die Engpässe vermeiden, die Netze stabilisieren und den Preisanstieg dämpfen könnten. Scharf kritisierte Gabriel die »Hysterie, Gedankenlosigkeit und Hektik«, die die Bundesregierung energiepolitisch zeige. Offenbar wollten Einige in der Union wegen der Schwäche der FDP die Hürden für ein Bündnis mit den Grünen einreißen und überböten sich nun völlig unglaubwürdig im Wettbewerb um Ausstiegstermine. Er halte einen Ausstieg bis 2017, wie ihn die Grünen fordern, für unrealistisch, trete aber selbstverständlich für einen schnellstmöglichen Umbau ein. Um den Netzausbau, das Repowering vorhandener Kraftwerke und den Neubau auch einiger weniger Kohlekraftwerke zu gestalten, brauche man einen neuen Energiekonsens. Wichtig sei u.a. die Förderung von Onshore-Windkraft sowie ein Bundesnetzplan, der sicherstelle, dass der Ausbau nicht regional ins Stocken geraten könne. Zudem müsse die Endlagerfrage für Atommüll im Konsens enthalten sein und auch potentielle Standorte in Süddeutschland sollten schnellstens geprüft werden.
Aus dem Kreis der anwesenden Vertreter aus Industrie, Energieunternehmen, Mittelstand, Medien und Gesundheitswirtschaft erntete Gabriel sowohl deutliche Zustimmung als auch den Hinweis, dass die Preisentwicklung auf dem Energiemarkt eine große Herausforderung für zentrale Teile der Wirtschaft darstelle.





